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Archive for September 2010

Hallo,

dieser Traum war bereits aus November 2007 . Ich hatte ihn bisher noch nicht im Traumblog verewigt (wahrscheinlich auch wieder unbewusst aus Verdrängungsgründen), ich tue das jetzt, weil es ein wichtiger Traum war, wahrscheinlich der wichtigste überhaupt, denn ich habe unbewußt meine Kindheit mit meiner Oma verdrängt, bis heute. (Viele Jahrzehnte), es erschien mir zwar 2007 im Traum, aber irgendwas hatte mich wohl abgehalten, diese Vergangenheit bewußt wahrzunehmen und zu be- und verarbeiten. Jetzt nach so vielen Jahren, packe ich es an, bzw. bin dabei:
Die Zeit ist jetzt reif (schon überreif – aber es war schrecklich in der Kindheit)

(und auch die Antworten aus Foren schreibe ich darunter)

FAHRSTUHL DES GRAUENS

Hallo,

Ich war bei meiner Oma (die längst nicht mehr lebt), im Traum bewohnte sie ein Altbau-Hochhaus im obersten Stock.

Sie hielt dort irgend eine Versammlung ab, viele viele Menschen waren in ihrer Wohnung und ich mittendrin.

Ich erlebte im Traum meine Oma mir gegenüber als eine sehr sehr negative Person, denn sie tat alles, damit ich dort die Wohnung in dieser Zeit nicht verlasse. Wahrscheinlich war ich ungezogen oder ähnliches. Sie war jedenfalls sehr erbost, wenn ich raus wollte und somit war es mir vollkommen unmöglich dort rauszukommen. Aber ich wollte raus.
Sie wußte das sehr wohl – aber lies mich nie und nimmer, unter keinen Umständen. Sie tat alles um das zu verhindern.

Dann sagte sie zu ihrer Freundin, eine ältere Frau, die auf einem Sessel oder Sofa die ganze Zeit saß, dass sie ihr den Schlüssel (den Schlüssel zur Wohnung) rüberschmeißt, sie geht kurz weg, und ja aufpassen solle, damit ich bloß nicht entwische. Die ältere Frau verstand, sie saß da und fing den Schlüssel auf, sofort packte sie ihn direkt unter ihrem Po, und saß wie eine Glucke drauf!
Ich kam also nicht ran an den Schlüssel.

Dann war wieder die Menschenansammlung oder viele wollten gehen, weil die Versammlung fertig war. Irgendwie entwischte ich dort auch mit, ging aus der Wohnungstür raus und kam in den Haustreppenflur oben.

Eine große Menschenmenge ging in den Fahrstuhl oben rein, um runterzufahren. Der Fahrstuhl war so einer wie früher die Altbauten, man konnte einiges durchsehen, es war wohl so kleingittrig, man konnte noch Gestalten sehen von außen.

Ich kam nicht mehr in den Fahrstul rein, der Fahrstuhl war voll. Ich lief langsam die Treppen runter.

Was jetzt folgte war mir im Traum der reinste Horror und Albtraum:

Ich sah den Fahrstuhl, voll mit Menschen – der Fahrstuhl fuhr aber nicht „normal“ runter! Er fuhr sooo schnell, dass ich ihn so ca. innerhalb von 1 Sekunde (im Traum) 5-6 mal oben gesehen habe. Hoch und runter, hoch und runter aber in RASENDER ÜBERSCHALLGESCHWINDIGKEIT!!!
Er hörte gar nicht auf rasend schnell hoch und runter zu fahren. Wie gesagt: es war sooo derartig schnell, dass ich den Fahrstuhl 5 bis 6 mal innerhalb einer Sekunde wiedergesehen habe.

Ohje, ich war soo traurig, mir taten die Menschen so sehr leid, die darinnen waren, es hörte ja nicht auf. Ich begann zu weinen (glaube ich).
Plötzlich stand der Fahrstuhl still – nach sehr sehr langer Zeit. Ich dachte schon, jetzt kommt nur noch Matsch statt Menschen raus, weil sie so durchgerüttelt waren usw.
Aber sie haben relativ gut überlebt, sie gingen zwar sehr schwankend runter (vom obersten Stockwerk noch) und stöhnten und plagten sich ab beim Treppenrunterlaufen, aber überlebten noch relativ gut, was ich wie ein großes WUNDER empfand bei dieser Fahrstuhl-Raserei und Rüttelei nach diesem grauenvollen Fahrstuhl.

Ich selbst ging aber die Treppen hoch wieder zur Wohnung hin (merkwürdigerweise).

Oh mei, was soll das bloß bedeuten? 😦
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Hallo Wally!

Dein Traum handelt von deiner inneren Nicht-Unabhängigkeit und der Person, welche damit zusammen zu hängen scheint. Eine Person aus deinem Verwandtenkreis, die einstmals grossen Einfluss auf dich ausgeübt haben muss. Dieser Einfluss hat dazu geführt, dass du noch heute so richtig schön durch geschüttelt wirst vom Leben.

Zuerst zeigt der Traum den Ort und die Personen, die unter die Lupe genommen werden sollen.

Der „oberste Stock“ ist das Oberstübchen, also dein Kopf, Sitz deiner Ratio, deines Verstandes, deines Ichbewusstseins, deines Egos. Dort findet eine Versammlung statt in den Räumlichkeiten deiner Oma. Deine Oma hat also einen festen Platz in deinem Oberstübchen, es ist nicht nur eine Kammer, sondern eine Wohnung. D.h., das sie in deiner Ratio sehr viel Platz (Raum) einnimmt.

Die „vielen, vielen Menschen“ sind Persönlichkeitsanteile deiner Selbst, die scheinbar alle irgendwie unter der Fuchtel (dem Einfluss) deiner Oma stehen. Besonders betroffen scheint dein Ichbewusstsein zu sein. Es wird dargestellt durch deine leibliche Person im Traum. Und dieses Ichbewusstsein, also der Teil von uns, von dem wir glauben, wir seien eigenständige Menschen, weil wir ein bisserl denken können und auch Entscheidungen treffen – dieser Teil wird von Omas Seiten her unter Verschluss gehalten. Denn Oma hat den Schlüssel (sie hat die „Schlüssel-Gewalt“) und entscheidet somit als übergeordnete Instanz (in dir), ob du (dein Ego), nun raus gehen darfst in die grosse weite Welt oder nicht. Die Oma, die „gross(e) Mutter“, die einen besonderen Persönlichkeitsanteil von dir darstellt, der noch heute „das sagen hat“, hat auch noch eine Verbündete, die sie unterstützt und deinen Freiheitsdrang einbremst.

Nichts destotrotz gelingt es deinem Ego sich in der Masse bewegend, diesem Erziehungsknast irgendwie zu entfliehen. Sich durchzumogeln. Doch um welchen Preis? Ein Teil der Menge begibt sich in den Fahrstuhl (des Lebens) und wird mit dem Auf und Ab konfrontiert, was dazu dienen könnte, die inneren (seelischen) Strukturen, wie während eines Erdbebens, neu zu sortieren.
Dein Ego jedoch bleibt gleich aussen vor („Ich kam nicht mehr in den Fahrstuhl rein, der Fahrstuhl war voll.“) – bleibt in der Beobachterposition – um dann einen halbherzigen Versuch des Entkommens zu wagen („Ich lief langsam die Treppen runter.“)
und – nachdem der Schrecken vorbei ist, sich erneut in die Grossmütterliche Gefangenenanstalt zu begeben: „Ich selbst ging aber die Treppen hoch wieder zur Wohnung hin (merkwürdigerweise).“

Im Klartext gesprochen will dir der Traum sagen, dass ein grosser Anteil deiner Persönlichkeit „fremd-gesteuert“ ist und du dich ganz schön „verschaukeln“ lässt. Der Grund hierfür ist in den Prägungen zu suchen, welche deine Grossmutter dir angedeihen ließ. Es käme jetzt darauf an das Ganze in eine Beziehung zu dem zu setzen, was momentan in deinem Leben so ab-läuft.

Liebe Grüsse!
Florinda
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Liebe Florinda,

erstmal vielen herzlichen Dank für die große Mühe!
Deine Deutung klingt interessant und da will ich noch weiter drüber nachsinnen.

Andererseits dachte ich inzwischen, dass es so ungefähr fast das Gegenteil bedeutet, von dem was Du schreibst (aber ich kann die eigenen Träume nicht so gut deuten).
Ich dachte mir nämlich wie folgt:

Die Oma (das weißgraue Haar fiel mir auf) ist Weisheit, also sowas wie ein weiser Gedanke, weiser Anteil, mein höheres selbst, Innerer Führer o.ä. (oder auch jemand, den ich kenne) Und auch die andere Frau, die den Schlüssel hütete (drauf saß) (sie hatte auch weißgraues Haar).
Sie wollten mich vor einer GEFAHR bewahren. (Denn mein altes Ego ist ziemlich eigensinnig und uneinsichtig. Ich wollte mich nicht verbinden, sondern aus der Verbindung raus.)
Ich wollte zuerst nicht, ich wollte da raus. Ich (mein Ego/altes Verhalten/alte Anteile/alter Geist o.ä.) war dennoch entkommen.
Ich sah bzw. bemerkte, dass meine Gefühle oder persönlichen o. geistigen Anteile hoch und runterfahren (o. innerliche Kämpfe ständige) andauernd und schnell.
Am Ende merkte ich, dass nichts Gutes dabei rauskommt und die „Leute“ schwankten, ich bin nochmal mit einem Schrecken davon gekommen. Das wollte ich nicht und begebe mich (zum Glück) doch wieder nach oben ins Licht/Obergeschoss/meinen Inneren Führer, denn die Weisen hatten recht gehabt, wie ich gemerkt hatte.
(ich kann es nicht so gut beschreiben und ausdrücken)

Oder so ähnlich in der Form.

Wäre meine o.g. Idee völlig falsch?

Kann aber auch gut möglich sein, dass ich mich hier völlig irre. Ich will noch weiter über diesen Traum brüten.

Lieben Dank,

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Liebe Wally!

Vielen Dank für deine Antwort!

Es ist super, dass du dir auch deine eigenen Gedanken gemacht hast! Ich möchte dir jetzt etwas sagen, was dich nicht sehr beglücken wird, aber ich denke es ist wichtig. Man neigt dazu seine Träume „zurecht zu interpretieren“, damit man besser mit ihnen klar kommt. Das scheint auch in deiner Deutung zu passieren. Ich kann das gut verstehen, weil es ja eigentlich fast immer so ist, dass der Traum auf den ersten Blick einem nichts angenehmes verrät. Dieses zurecht interpretieren hilft uns aber nicht weiter, wir bleiben dann auf der Stelle stehen und können an unserem Verhalten nichts verändern. Das UBW schickt uns aber die Träume um uns einen Spiegel vorzuhalten, damit wir vergleichen können und aufgrund dieses Vergleichs eine Verhaltensänderung vornehmen können. Der Traum zeigt in der Schlußszene, dass du wieder genau da bist, wo du am Anfang warst, aber wo du nicht sein wolltest. Das zeigt einen inneren Konflikt, in dem du lebst. Und dieser Konflikt hängt mit uralten Prägungen zusammen.
Es könnte dir bei der Deutung weiter helfen, wenn du dir mal das Verhalten deiner verstorbenen Grossmutter ins Gedächtnis rufst und vergleichst, ob es Parallelen zwischen ihrem und deinem Verhalten gibt. Eine Verhaltensweise sprichst du selbst schon an: Du schreibst, das dein Ego ziemlich eigensinnig und uneinsichtig ist. Und wenn du dir das Verhalten der Grossmutter im Traum anschaust, müsstest du eigentlich feststellen, dass diese sich ebenfalls sehr eigensinnig und stur verhält…! Denn es wäre ja etwas anderes gewesen, wenn die Traum-Grossmutter zu dir gesagt hätte: „Du Wally, es ist besser wenn du heute nicht raus gehst“, dann hättest du fragen können „Und warum nicht“ und hättest diesen Punkt zwischen euch klären können. So zeigt der Traum auf der anderen Seite, dass deine innere Kommunikation gestört ist. Das es da Persönlichkeitsanteile in dir gibt, die halt irgendwas tun und das die anderen Teile nicht wissen, warum das getan wird. Und das führt dann in der Folge zu einem wilden und auch gefährlichen Auf und Ab. Höhen und Tiefen, extreme (Gemüts-) Schwankungen. In dieser Richtung würde ich weiter forschen…! Denn dieser Eigensinn von dem im Traum die Rede ist, verhindert, dass wir weiter lernen können in diesem Leben…!

Liebe Grüsse!
Florinda
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Liebe Florinda,

das sind wahre Worte. Nochmals einen lieben lieben Dank an dich!
Ja genau, ich will die Lektionen lernen.
Du hast hiermit sicher nicht unrecht:
….“Das es da Persönlichkeitsanteile in dir gibt, die halt irgendwas tun und das die anderen Teile nicht wissen, warum das getan wird. Und das führt dann in der Folge zu einem wilden und auch gefährlichen Auf und Ab. Höhen und Tiefen, extreme (Gemüts-) Schwankungen. In dieser Richtung würde ich weiter forschen…! Denn dieser Eigensinn von dem im Traum die Rede ist, verhindert, dass wir weiter lernen können in diesem Leben…!“….
Ich habe mir deine Antworten ausgedruckt und ziehe sie mir zum Weiterforschen zu Gemüte.
Du hast mir schon sehr weitergeholfen.
Herzlichen Dank.
Liebe Grüße
Wally
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Liebe Wally!

Das freut mich zu lesen – und bitte, gern geschehen! Das feedback dieses Traums ernst zu nehmen und es sich genau anzuschauen, ist ein guter Schritt, der sicherlich vom UBW mit weiteren Träumen belohnt werden wird, in denen es dir zu diesem Thema noch mehr Informationen zukommen lässt, damit du besser verstehen kannst!

Liebe Grüsse!
Florinda

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AUS EINEM ANDEREN FORUM:

Hi Berlinerin,
kann es sein, dass deine Oma irgendeinen Einfluss auf dich als Kind ausübte, der darin bestand, dass sie dich irgendwo festhielt (in irgendeiner Einstellung, Art zu Denken, irgendwelchen Zielen)? Ich kann erst genaueres über sie sagen, wenn ich weiß, wie sich eure Beziehung verhielt.
Weil vermuten würde ich, dass durch ihren Einfluss irgendwas in dir in Gang kam, was mit diesem Fahrstuhl zusammenhängt, also dem rasenden Hin und Her zwischen der oberen Ebene und der unteren. (zwischen deinem höheren Bewusstsein und deinem Unbewussten, siehe meine Deutung zum Traum mit dem Paternoster)
Wenn das stimmt, ist ihr Einfluss immer noch vorhanden, denn anstatt dass du endlich dieses Haus verlässt, gehst du wieder hoch zur Wohnung, wo sie dich gefangenhielt.
Lg

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Hallo Sternenspiel,

möglich ist ja alles. Hm, da muß ich erstmal überlegen.
Denn es ist ja so, dass ich fast mein Leben lang (also vom Kindesalter bis hin zur Teenagerin ungefähr) zusammen mit meiner Mutter und mit meiner Oma damals zusammengelebt hatte.
Hmm… ich habe schon ewig lange nicht mehr jetzt an meine Oma gedacht. Sie ist auch längst verstorben. Darüber habe ich noch gar nicht näher nachgedacht.

In einer Einstellung, Art zu Denken, Zielen irgendwo festhielt? Kann ja sein, aber momentan ist es mir nicht bewußt.

Ich kann sie ja mal kurz beschreiben:

Sie war eine Frau mit einer ganz eigenen Art.
Sie war damals 1899 geboren und hat somit 2 Weltkriege mitgemacht und somit viel viel Leid in den beiden Kriegen erlebt. Flucht/Auswanderung im Krieg und alle Krankheiten durchgemacht vom Typhus bis hin zum wasweißich.
Sie ist die Mutter von meiner Mutter. Der Opa war verstorben schon lange. Nach ihren Erzählungen hatte sie mit ihm und Kinder kein gutes Leben, viel durchgemacht usw. Sie hat natürlich einige wenige gute wie auch schlechte Seiten. Ich finde, eine ihrer schlechten Seiten ist, dass sie andere „bevorzugt“ und viel viel rummeckerte. Sie hatte 4 Kinder (3 Töchter und 1 Sohn). Sie redete immer von ihrem „SÖHNCHEN“ und tat alles für ihn (Studium etc.) die Töchter waren immer benachteiligt und ganz insbesondere meine Mutter dabei. Also meine Mutter war für sie sozusagen „schlecht“ (obwohl sie bis an ihr Lebensende immer für sie da war) und ich (als Klotz am Bein, als ungewolltes Kind) dann sowieso war ich dann nun ganz schlecht. Der Teufel war ich in ihren Augen. Und so verhielt ich mich dann auch zeitweise als Kind, also dass heißt ich war als Kind sehr frech und ungezogen. Was soll ich sagen, ich habe keine besonders guten Erinnerungen an meine Oma. Sie war gläubige Christin. X-mal im Krankenhaus und doch immer wieder am Leben – sie hat sogar meine eigene Mutter überlebt, trotz ihrer Krankheit. Gute Eigenschaften fallen mir da wenig ein.
Mehr fällt mir nicht ein, aber ich will nochmal drüber nachdenken.

Echt – mir fällt nicht ein, ich weiß gar nicht, WELCHER Einfluß von ihr das gewesen sein könnte, der mich heute noch beherrscht *grübel*. ??
Manno, was könnte das bloß sein?

Oder kann es sein: „Andere zu bevorzugen“. Vorurteile von mir an Menschen? (Manche Menschen besser finden als andere, obwohl alle Menschen von Gott geliebt werden.) Nicht alle GLEICH lieben können?
Das wäre jetzt nicht unmöglich, denn das Problem habe ich noch nicht ganz weggekriegt in mir. Denke ich (weiß ich nicht genau).
Aber ich meine: Um alle zu lieben, dazu muß man sich doch erstmal selbst 100%ig lieben, und das habe ich vermutlich noch nicht ganz – aber da bin ich ja dabei das hinzukriegen – irgendwie.
Woran erkennt man genau, dass man sich selbst 100%ig liebt?
Mir fällt dabei jetzt ein, dass meine Oma wohl ziemlich „lieblos“ war (nicht nur, und nicht immer, aber doch schon im gewissen Sinne).

Oder:
Kann es nicht einfach sein: „eine weise Frau“ oder mein höheres Selbst oder innerer Führer o.ä? Ich meine wegen den weißen Haaren.

Keine Ahnung.

Lieben Dank
Liebe Grüße,
Berlinerin

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Berlinerin,
eine weise Frau würde dich nicht gefangenhalten. Ich glaub eher, es hat wirklich was mit deiner Großmutter zu tun.
Du sagst, du warst als Kind sehr frech und ungezogen. Das ist doch eigentlich recht gut. Ein Zeichen von Lebhaftigkeit, von Eigenständigkeit, von Unbekümmertheit gegenüber gesellschaftlichen Zuständen.
Ich kann mir vorstellen, dass deine Mutter und deine Oma damit nicht gut zurechtkamen, und alles taten, um das zu unterdrücken. Und damit verbogen sie deinen Charakter.
Vielleicht spielt auch die Tatsache, dass sie gläubige Christin war, eine Rolle. Viele Christen sind dogmatisch und starrsinnig, und üben in der Erziehung ihrer Kinder einen äußerst schlechten Einfluss auf diese aus.

Wenn ich mir das so überlege, war deine Oma in diesem Traum im obersten Stockwerk, was irgendwie mit dem Denken zusammenhängt. Und unten wäre das Unbewusste, und der Fahrstuhl fuhr deshalb so chaotisch zwischen diesen beiden hin und her, weil die beiden nicht harmonisch zusammenhängen.
Da drängt sich der Verdacht auf, dass deine Oma dein Denken gestört hat. In welcher Weise, kann ich auch nicht sagen, vielleicht kommst du von selber drauf. Ich würde mal in Richtung Selbstwertgefühl gucken (weil du für sie „ganz schlecht“ warst.) Außerdem scheint sie ein Problem in der Bewertung von Männern und Frauen zu haben, indem sie Frauen abwertet. Guck mal, ob du das unbewusst irgendwie übernommen hast. Und die Sache mit dem ungewollten Kind könnte auch darauf hinauslaufen, dass du die katholische Vorstellung übernommen hast, man bräuchte eine gottgesegnete Ehe dazu (nebst anderer christlicher Vorstellungen, die vielleicht auch ein Problem darstellen.)

Zum Schluss hast du ja geschrieben, dass du dich selbst nicht genug liebst. Hat wohl wirklich deine Oma schuld. (Offene Frage, ob deine Mutter diese Vorstellung übernommen hat und dir ebenfalls einimpfte.)
Aber dass man alle Menschen gleich lieben soll, da kann ich dir nicht zustimmen. Das ist ein dogmatisches Gebot, und verletzt unsere Gefühle. Liebe darf nämlich nicht befohlen werden, sondern muss von selbst von innen kommen. Also ist es schon Unsinn zu sagen „du sollst lieben“. Und so viel wie dich selbst würd ich auch nicht andere lieben, weil du selbst bist dir selbst am nächsten, und so jemand findest du sicher nicht wieder.
Aber die Leute, die du gern magst, kannst du ruhig lieben, und sollst es auch, und gar keine Zurückhaltung dabei üben. (Genügt übrigens, wenn es ein paar Dutzend sind, die ganze Menschheit mit all ihren Milliarden wäre sowieso zu viel.)
Ganz liebe Grüße, und hoffentlich hat dir das geholfen,
Sternenspiel

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UND MEIN TRAUM von gestern, 18.9.10

Hallo, ein ganz merkwürdiger Traum heute:

Real ist meine Mutter ja verstorben, im Traum habe ich sie in ihrer Wohnung besucht. Vorher hatte mich ein Freund im Traum einige Tage zu sich eingeladen. Ich war aber stattdessen bei meiner Mutter zu Besuch, nicht beim Freund.

Wir hatten uns jahrelang nicht gesehen im Traum, dort hatte sich alles verändert. Sie sich auch. Älter und kränker. Schwache Stimme und allgemein schwächliche Person wegen Krankheiten.

Wir unterhielten uns. Ich schaute mir alle Veränderungen an:
Sie hatte neue schöne Möbel und Kleidung.
Sie hatte plötzlich Zähne sich machen lassen künstliche, aber nicht schön. Schief und krum.
Sie hatte, als sie mir die Zähne zeigte, einen KORKEN zwischen den Zähnen.
Ihr Gesicht hatte eine andere Skelletform. So nach vorne mehr plötzlich. Fast wie ein Großaffenskelletkopf.
Ihre Krankheit und Schwachheit gefiel mir nicht, mir war sehr unwohl dabei.

Jetzt telefonierte sie auch mit den neuen Nummern, wo man Geld spart (das gabs damals ja nicht, als sie starb) Ich sagte ihr: Das habe ich dir doch gleich damals zu Anfang immer schon gesagt!!, dass es Billignummern gibt, über die man dann Telefonieren kann. Ja, sie macht das jetzt. Aber noch neu, so dass sie damit ganz durcheinander ist und noch gar keinen Überblick hat, was da nun insgesamt für Kosten auf sie zukommen, weil es ja mehrere Anbieter sind usw. (auch merkwürdig ).

Jedenfalls das wichtigste und eindrucksvollste:
Ich hatte mich dann in ihrem Schlafzimmer schlafen gelegt einige Stunden.
Plötzlich kam sie schimpfend rein und war sauer und sagte mir, warum ich denn Schlafe?? Sie hatte extra gekocht und nun ist die ganze Bratpfanne dahin! Weil sie so lange wartete als ich schlief. Sie stellte die gebrannte Bratpfanne ärgerlich ab! an einem anderen Platz.

Es ist komisch, denn sie war noch nie ärgerlich wegen sowas!
Ich sagte, was gabs denn zum Essen? Sauerkraut mit Kartoffeln sagte sie.
Ich sagte, dann ist es mir eh egal, weil ich esse gar kein Sauerkraut mit Kartoffeln!! Solch ein Essen mag ich sowieso nicht!!!
Und sie sagte, dass sie es extra FÜR MICH gemacht hat. Ich hätte das essen sollen und nicht so lange schlafen sollen, bis alles angebrannt und ungeniessbar ist. 

Was bedeutet Sauerkraut denn?
Im Traumlexikon und Traumdeuter.ch lässt sich nichts geeignetes finden!

Und Mutter in dem Fall?

Und der KORKEN?
Ich hatte letzens gehört, mit Korken kann man Sprechübungen gut machen (habe es mit den Stimmbändern unter anderem)

Bitte helft mir!! Herzlichen Dank!!
lg Wally

Was bedeutet Sauerkraut denn?
Im Traumlexikon und Traumdeuter.ch lässt sich nichts geeignetes finden!
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Kraut steht für Streit schlichten innerhalb der Familie.Hierbei passt dein Traum mit dem Teppich.

Und Mutter in dem Fall?
Deine Mutter warnt dich,sie versucht dich auf etwas aufmerksam zu machen.

Und der KORKEN?
Ich hatte letzens gehört, mit Korken kann man Sprechübungen gut machen (habe es mit den Stimmbändern unter anderem)

Der Korken könnte Hinweis sein,das du das Machtwort sprechen sollst, die Zähne sind ein Hinweis,das du auf dich gesundheitlich gesehen achten solltest.
Bitte helft mir!! Herzlichen Dank!!

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Sauerkraut gilt als Potenzsteigernt und wurde damals auf der seefahrt als proviant mitgenommen um die Besatzung fit zu halten und vor Skorbut zu schützen… In der Antike soll man das als Aufbaukur genutzt haben und angeblich um den Darm zu entgiften.

Nachdem ich irgendwo mal gelesen habe allgemein die Symbole und deren deutung jede Kultur anders ausgelegt werden kann je nachdem wie die auslegeung dort ist, denk ich das di kurze info reicht damit du dir evtl selber was darauf reihmen kannst was Sauerkraut bedeuten kann aber nicht muss.

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Hi, danke ihr Lieben,
ja Sauerkraut ist dann wohl auf jedenfalls etwas bereinigendes.
(was ich als Nahrung zu mir nehmen sollte)

(Bei den Schiffsbesatzungen ging es wohl um Kartoffeln, soweit ich hörte, aber ist jetzt eh egal)

Etwas Bereinigendes kann in meinem Falle eigentlich nur: „Vergebung“ sein.
(und Kartoffeln sind etwas erdgebundenes irgendwie)

Korken, Machtwort sprechen – hat dann wiederum beim Thema Vergebung nichts zu suchen, höchstens ein Machtwort zu mir selber, endlich endgültig zu vergeben. (Falls es ums Thema Vergebung geht, aber würde in meinem Fall passen).

Achja, danke, Zähne können mit Gesundheit und Energie tatsächlich zu tun haben. Unvergebenheit raubt Energie und macht krank.
Vielleicht wollte mich meine Mutter im Traum DARAUF hinweisen.

Ich habe das wohl verschlafen (ob absichtlich o. unabsichtlich, ob bewußt oder unbewußt)
Es ist aber doch nie zu spät, dass kann man nicht verschlafen, man kann jederzeit noch vergeben. Insbesondere wenn man aufgewacht ist.

Naja – ich denke ja zurzeit eh gerade über Thema Vergebung intensiv nach. …

Lieben Dank
lg Wally

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Nuja, man kann den Korken, der ordentlich festsitzt, eben am naheliegendsten (außerhochkulturell quasi) mit den Zähnen ziehen. Der Proppen muss halt raus, aber deine Mutter hält ihn fest. Nu isse tot. Klingt hart, aber das U-Bewusstsein ist so. Deine Aufgabe wird jetzt sein, den nicht ebenso kräftig festzuhalten. Geh weiter!



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